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* 4. April 1884 in Dülken, Lange Str. 98 Geboren in Dülken, führte der fast 91-jähgrige Lebenslauf von Heinrich Mostertz über Tanzania und Berlin letztendlich wieder zurück nach Dülken. Der Lebensweg vom Kolonialbeamten zum Künstler, Erfinder, Schriftsteller und 'Bwane' lohnt ein näheres Hinsehen und regt zum Nachdenken an. Ein Beispiel für die Vereinbarkeit von Universalität und Heimatverbundenheit. Ein Stück Afrika in Dülken! Seine Ausbildung begann er an der Südschule, der heutigen Kreuzherrenschule, und wechselte zuletzt zur Realschule in Dülken. Aus dieser frühen Zeit weisen Zeichen auf die musische Begabung von Heinrich Mostertz als Darsteller einer Schüleraufführung der Realschule zu Dülken vom 19.12.1898.
Er trat 1905 in Berlin ins Kaiserliche Kolonialamt ein und ging 1910 als Gouvernments - Sekretär nach Deutsch Ostafrika, dem heutigen Tanzania. Er führte die Verwaltung des Bezirks Lindi, später auch die des südliche Kilwabezirks. ... Nach dem Ende des ersten Weltkriegs wurde Heinrich Mostertz am 23.4.1918 von Dar-es.salaam über Indien, Suez und Alexandria nach Deutschland deportiert. Nachträglich wurden ihm für seine Verdienste das Eiserne Kreuz II (1920) und das Kolonialabzeichen (1922) verliehen. Wieder in Deutschland, besann er sich wieder auf seine künstlerischen Talente und besuchte von 1920 bis 1926 in Berlin - Charlottenburg die Malschule Müller - Schoenefeld. Doch es hielt ihn nicht lange in Deutschland. ... 1926 zog es ihn wieder in sein 'Tanganyika', wo er als als erster Dülkener und 45. registrierter Europäer am 1.3.1927 den Kraterrand des Kilimandjaro bestieg. ... Was Heinrich Mostertz zur Erfindung eines 'unelastischen Leibgürtels' bewog, der mit Nr. 504411 am 4.8.1930 vom Reichspatentamt patentiert wurde, ist noch unerforscht. ... Am 14.7.1932 heiratete er in Dar-es-salaam Margarete Gänsel. ... Am 10.4.1937 meldete er sich und seine Frau Margarete erneut nach 'Tanganyika' ab und begann sich einzurichten. Am 28 Juli 1938 kaufte er für 2350,- Shilling 2 ha Land in Kurasini, Distrikt Dar-es-Salaam, baute ein Haus mit großem Atelier und begann sein zweites Leben in Afrika, als Maler. Doch nur zwei Jahre später machte der zweite Weltkrieg den Lebensplänen von Heinrich Mostertz wieder einmal einen Strich durch die Rechnung. Am 15.4.1940 erhielt er seinen zweiten Deportationsbefehl, der ihn und seine Frau über Venedig wieder nach Berlin brachte, wo er sich am 9. September 1940 wieder anmeldete.
Einen Teil seiner Werke Sammlerstücke aus Afrika stiftete Heinrich Mostertz dem Rautenstrauch - Joest Museum in Köln (1964) und den National Museum of Tanzania in Dar-es-Salaam (1969). Die Dankesworte von Dr. Konrad Adenauer, damals Oberstadtdirektor von Köln und Dr. Julius K. Nyerere, Präsident der Republik Tanzania sprechen für sich. Heinrich Mostertz starb am 19. Januar 1975, fast 91-jährig, da, von wo er einst in die Welt zog, in seinem Elternhaus in der Langestr. 98. Er hinterläßt uns ein lebendiges Stück Afrika! Sein Vetter Ferdinand Mostertz wanderte in die USA aus und stiftete den Ferdinand Mostertz Ring der Narrenakademie. (... und wir recherchieren weiter!!!)
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Dokumente
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Dokumente, Bilder und Informationen mit freundlicher Genehmigung von Ina + Herbert Wilms, Dülken (Herbert.Wilms@t-online.de)
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