G. v. MevissenGustav von Mevissen

* 20. Mai 1815 in Dülken am Niederrhein

+ 1899 in Bad Godesberg
   Begraben wurde er auf dem Friedhof Melaten, Köln.

Politisch hat von Mevissen im Sinne des Liberalismus auf unterschiedlichen Ebenen gewirkt. Er war Abgeordneter des Vereinigten Preußischen Landtags (1847), der Frankfurter Nationalversammlung (1848/49), des Erfurter Parlaments (1850) und ab 1865 - als Voraussetzung für seine Mitgliedschaft im Preußischen Herrenhauses (ab 1866) - unbesoldeter Beigeordneter der Stadt Köln. 1895 hat ihm die Stadt Köln die Ehrenbürgerwürde verliehen.

Der Geheime Kommerzienrat von Mevissen war eine der herausragenden Unternehmerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts. Er war ab 1844 Präsident der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft, Mitgründer der zuletzt von Karl Marx redigierten Rheinischen Zeitung von 1842/1843, Mitgründer und Verwaltungsrat verschiedener Versicherungsgesellschaften, Banken, Textil-, Bergwerks- und Maschinenbauunternehmen. Seit 1845 war von Mevissen Mitglied und von 1856 bis 1860 Präsident der Handelskammer zu Köln.

Gustav von Mevissen war außerdem insbesondere den Bereichen Wissenschaft, Schule und Bildung zugetan. So regte er bereits 1856 eine polytechnische Schule für Köln an (1870 in Aachen als Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule gegründet) und setzte sich nachhaltig für die Gründung einer Handelshochschule in Köln ein, deren Gründung im Jahre 1901 er nicht mehr erlebte. Unter anderem durch seinen Einsatz für die Handelshochschule in Köln wurde der Weg bereitet zur (Wieder-)Gründung der Universität zu Köln im Jahre 1919.

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