Heinz Luhnen
wurde am 25. Mai 1894 in Süchteln geboren, wählte aber später Dülken zu seiner "Vaterstadt", nachdem er mütterlicherseits schon ein Dülkener war. Seine Liebe zu Dülken und sein Stolz auf Dülken sind in der ersten Strophe seines Ruhmesliedes "Gloria tibi Dülken" und noch in weiteren Liedern dokumentiert.
Im Alter von 15 Jahren verlor er durch ein Augenleiden das Sehvermögen. Tapfer überwand er sein Geschick. Er besuchte die Blindenschule in Düren und erlernte dort die Blindenschrift, auch Klavierspielen und stimmen. Nachdem er seine Ausbildung in Düren abgeschlossen hatte, kehrte er nach Dülken zurück und vervollständigte seine Ausbildung am damaligen Musikkonservatorium in Mönchengladbach bei dem bekannten Komponisten Karl Kämpf. Durch unermüdliches Selbststudium bereicherte er seine Kenntnisse in Kompositionslehre.
Im Jahre 1925 trat er der Karnevalsgesellschaft "Orpheum Dülken" bei. Hier übernahm er die musikalische Leitung von Chor und Sängern. Heinz Luhnen wandte sich ganz der heiteren Muse zu und überraschte die Dülkener jedes Jahr mit neuen Liedern und Büttenmärschen. Krönung seines Schaffens war 1929 das Singspiel "Der letzte Ritt um die Mühle", das mehrfach aufgeführt wurde. Sein Lied "Gloria tibi Dülken" wurde zur "National-Hymne" der Dülkener, die tausendmal im Jahr bei Veranstaltungen und Festen aller Art erklingt.
Nach dem Kriege gehörte Heinz Luhnen zu den Gründern der DÜ-KA-GE (Dülkener Karnevals Gesellschaft), an deren Erfolgen er mit seinen musikalischen und dichterischen Beiträgen erheblichen Anteil hatte.
Als Mitglied der Narren-Akademie zeigte er sich ganz besonders vom bezaubernden Strahl des Jungen Lichtes erleuchtet. Eine Sammlung origineller Anekdoten und Gedichte finden sich in seinem Heft "Stecken-Pegasus".
Wenn heute noch bei der Eröffnung des Närrischen Jahres an der Windmühle Tausende zu seinen Melodien singend das Steckenpferd besteigen, auf allen Sitzungen seine "Liebe Alte Mühle" beim Schunkeln erklingt, so kann man den Doctor Humoris Causa Heinz Luhnen mit vollem Recht den musikalischen Baumeister des Dülkener Karnevals nennen.
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